Bolognese

Und hier ist sie, die beste Bolognese, die mir bisher untergekommen ist. Es gibt ja so viele Rezepte. Von einfach bis aufwendig, von lecker bis „naja, geht so“, gibt es alles, was das Herz begehrt. Da die richtige Auswahl zu treffen, ist ein Geduldsspiel, aber auch eine Entdeckungsreise.

Diese Bolognese gehört definitiv nicht zu den schwierigsten Gerichten, aber auf jeden Fall zu den am längsten kochenden Rezepten. Hier solltet ihr beim nachmachen wirklich Zeit einplanen, am besten einen ganzen Nachmittag. Je länger die Soße kocht und schmort, desto intensiver wird der Geschmack und die Aromen können sich voll und ganz entfalten. Ich sage euch: Es lohnt sich sehr!

Wie immer, bringt neben Zeit und Geduld viel Liebe mit an den Herd! Ohne die Liebe zum Essen, geht gar nix :). Beim kochen hat man die Gelegenheit die Gedanken schweifen zu lassen und abzuschalten. Nutzt die Zeit für euch, denn ihr tut euch mit diesem Lieblingsessen (fast) aller Kinder, einen riesengroßen Gefallen. Zeit zum Verwöhnen!

 

Ich habe hier im Video für 8 Personen gekocht. Das hat gerade gereicht. Die Soße lässt sich ganz besonders gut einfrieren und schmeckt nach dem aufwärmen ganz besonders gut. Die Mengenangaben sind jedoch für 4 Personen. Je nachdem wieviele Leute ihr bekochen wollt, passt euch einfach die Menge an.

Übrigens kann man die Soße auch ohne Wein kochen, das ist überhaupt kein Problem. Ich persönlich mag aber das Weinaroma sehr, daher kommt bei mir auch immer etwas mehr hinein ;).

 

Zutaten: 

1 große Zwiebel oder Schalotte, 1-2 Knoblauchzehen, 2-3 Möhren, 2 Stangen Staudensellerie, 2 EL Butterschmalz, 300 g Rinderhack, 200 g Thüringer Mett (gewürztes Schweinehack), 100g Lammhack, Zucker, 1 gehäufter EL Tomatenmark, 1 Lorbeerblatt, 5 Stiele Thymian, 1/2 TL Edelsüß-Paprikapulver, frisch gemahlener Pfeffer, 1 kleines Stück Speckschwarte, 2 Dosen gehackte Tomaten (etwa 800g), 100 ml Rot- oder Weißwein (gerne mehr), 200-300 ml Rinderbrühe oder -fond, etwa 150 ml Tomatensaft, etwas Milch oder Sahne, Meersalz, Parmesan

 

Zubereitung:

Das Gemüse klein schneiden und in etwas Butterschmalz anbraten. Es darf gern etwas anrösten. Lasst euch Zeit! Nach etwa 10-15 Minuten beiseite stellen.

Dann alles Hack im restlichen Butterschmalz erst krümelig braten und dann immer weiter braten, bis es braun wird und sich die Röstaromen bilden. Kurz vor Schluss etwas Zucker dazugeben und das Hack leicht karamellisieren. Das Tomatenmark hinzugeben und das Hack noch ein paar Minuten weiter braten.

Das gebratene Gemüse, den Lorbeer, die Thymianzweige hinzugeben und mit der Paprika edelsüß und Pfeffer würzen. Die Tomaten mit Saft, den Wein und die Speckschwarte dazugeben und dann beginnt das Geduldsspiel.

Lasst die Soße solange schmoren, und rührt gelegentlich um, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist. Dann erst gebt ihr den Fond hinzu. Jetzt alles weitere 2 Stunden (minimum) bei kleiner Flamme und offenem Topf köcheln lassen. Dabei immer mal umrühren. Sollte zu viel Flüssigkeit verloren gehen, gebt etwas Tomatensaft hinzu.

Zum Schluss fischt ihr die Thymianzweige, den Lorbeer und die Speckscharte heraus und dann könnt ihr (müsst nicht) die Soße mit etwas Sahne abmildern. Raspelt etwas Parmesan hinein. Nochmal umrühren. Fertig.

Ihr könnt die Soße super zu Spagetti oder für Lasange verwenden. (Dafür hätte ich aber noch ein anderes Rezept =))

 

Happy cooking!

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